Tourenberichte 2021

Lawinenrettungskurs auf dem Urnerboden

18-19.12.2021

Tourenleiter Herbert Wetter

 

Samstag 18.12.2021

Ausbildung in 3 Gruppen, 14 SkitourengeherInnen und 6 SchneeschuhgeherInnen. Sonnig aber kalt, auf 2'000 Meter lag ein Meter gut gesetzter Schnee. Am Boden Griessschnee (=Altschneeproblem) darüber kompakter Schnee mit 2 schwächeren Schichten. Mit der Luftseilbahn zum Fisetenpass. Die Ausbildung fand auf dem Fisetengrat und auf dessen Nordseite statt. Suchen mit LVS und Sonde, Schneeanalyse inklusive Hagebuttenteetest! Messungsmethoden Hangneigung. Einschätzungen der Hangrichtung, der Hangneigung und Analyse des Lawinenrisikos unter Einbezug der Gefahrenstufe gemäss Lawinenbulletin. Abstieg/ Abfahrt zurück zum Urnerboden, meistens über der Strasse.

Sonntag 19.12.2021

Sonnig und schön, leichter Wind. Die SkitourengeherInnen besteigen den Gemsfairenstock. Der Berg oberhalb des Fisetenpass ist abgeblasen, Hartschnee und Steine… Die Abfahrt ist entsprechend ruppig, im unteren Teil wieder genügend Schnee, zum Teil Pulver. Die SchneeschuhgeherInnen gehen Richtung Klausenpass bis zur Alp Vorfrutt. Dort nach Süden hinauf zum Claridenbödemli. Von dort über Im Griess zur Gemsfairenhüttli und weiter zur Bergstation der Luftseilbahn beim Fisetenpass. Die Tour verläuft fast ständig im Schatten des Clariden. Im Restaurant treffen sich alle nochmals vor der Rückfahrt.

 

Blauen-Arlesheim                   („Tour Surprise“ Etappe 4)

13.11.2021

 Tourenleiter: Ricardo Canova

Die „Tour Surprise“ basiert auf der Vorlage „Via Surprise“, die als Nr. 32 ausgeschilderte Rundtour im Baselbieter- und Solothurner Jura angelegt ist. Die 87km lange Originalstrecke ist in 6 Tagesetappen strukturiert. Ich habe die ganze Tour neu in vier Tagesetappen eingeteilt und die Strecke etwas abgeändert, deshalb habe ich ihr auch einen anderen Namen gegeben! Stark bewölkter Himmel und am Nachmittag einsetzender Regen, dieses Wetterszenario wurde vorhergesagt. Es kam dann auch so, nur der Regenfall setzte noch etwas früher ein! Von Blauen Dorf aus marschierten wir westwärts in Richtung Bergmattenhof. Es folgte der kurze, steile Aufstieg, auf schmalem Waldpfad, hoch zum „Mätzerlenchrüz“. Danach nahmen wir Kurs auf Metzerlen, folgten in Waldrandnähe dem Weg zur „Burg Rotberg“ und weiter in östlicher Richtung bis zum Eingang in den „Chälegraben“. Wir bogen in den Schluchtweg ein und stiegen zur „Hofstetter Bergmatte“ hoch, passierten das Restaurant „Bergmatten“ und erreichten schliesslich den „Blauenpass“. Die Sicht war mittlerweile stark eingetrübt, der vorausgesagte Wetterwechsel kündigte sich unmittelbar an. Nebelschwaden zogen heran, der Wind frischte auf und die ersten, feinen Regentropfen waren spürbar. Höchste Zeit für eine kurze, aber wohlverdiente Mittagsrast. Wir folgten dem engen, recht glitschigen Waldpfad zum „Cremer“ und dann hinunter zum „Blattenpass“. Mittlerweile setzte der Regen richtig ein und der Weg wurde zunehmend rutschiger. Ohne Zwischenfall erreichten wir, auf schwierig zu begehender seifiger Unterlage, die „Untere Klus“. Auf asphaltiertem Weg ging es weiter nach Aesch hinein und kurz darauf erreichten wir die Birs. Dem linken Flussufer folgend, liefen wir bis “Dornachbrugg“, dort überquerten wir die Birs und erreichten kurz darauf das Ziel, den Bahnhof Dornach-Arlesheim. Es folgte ein letzter, kurzer Aufstieg nach Arlesheim Dorf. Dort liessen wir den Tag bei einem gemeinsames Nachtessen im “Restaurant Rössli“ ausklingen. Mit diesem gelungenen Abschluss feierten wir das Ende der vierteiligen „Tour Surprise“. Kurzfassung: 12 Clubmitglieder/Innen waren, bei stark bewölktem Himmel und zeitweise Regenfall, 6.25 Stunden unterwegs. Die Strecke mass 21.7km. Dabei ging es 737m hinauf und 974m hinunter. Den Abschluss dieser vierteiligen Tour feierten wir, bei einem gemeinsamen Nachtessen, im Restaurant Rössli in Arlesheim.

Thurgauer Panoramaweg
Amriswil-Bischoffszell-Wil

23-24 Oktober 2021

Wanderleiterin: Birgit Racine

Vor sieben Jahren hatte ich diese Wanderung schon einmal organisiert. Daher wusste ich, dass dieser ansonsten landschaftlich sehr schöne Panoramaweg öfter über Hartbelag führen würde. Meine damalige Reklamation beim Tourismusbüro Thurgau war leider erfolglos und die Streckenführung ist auch im Jahr 2021 immer noch gleich. Wie es die Tradition verlangt, tranken wir in Amriswil einen Kaffee vor dem grossen Laufen. Dem mit Nr. 79 ausgeschilderten Weg folgend erreichten wir bald das aus dem 13. Jahrhundert stammende Wasserschloss Hagenwil. Es wurde ausgiebig bewundert und fotografiert; dem auf dem Vorplatz wartenden Brautpaar wurde viel Glück gewünscht. Weiter ging es durch die von Obstplantagen geprägte Landschaft bis zum Ufer der Sitter. Der Fährmann hatte einige Mühe, das Boot durch das Niedrigwasser zu steuern. In Gertau picknickten wir im Kreis angeordnet auf Steinen sitzend im Sonnenschein. Beim folgenden Weg an Weihern vorbei zeigten sich die Bäume in den schönsten Herbstfarben. Nach Hauptwil ging es etwas bergauf zum Bischofsberg. An der Waldwirtschaft mit Sonnenterrasse konnten wir nicht ohne Einkehr vorbei. Der restliche Weg bis Bischofszell war danach kurzweilig. Im sehr netten Hotel gab es wie vor 7 Jahren zum Nachtessen auf dem Holzgrill gebratenes Fleisch. Am Sonntag besichtigten wir die sehr schöne Altstadt, überquerten die Thur auf der ältesten Brücke im Gebiet und folgten der Nr. 79 durch Wiesen, Wälder, Obstplantagen, vorbei an einsamen Bauernhöfen und kleinen Dörfern. Der Hochnebel löste sich auf und wieder konnten die buntgefärbten Bäume bewundert werden. Einen längeren Fotohalt gab es in Olmerswil. Die Tiere mit dem Oberbegriff Kamel (Lamas, Alpakas, Dromedare, Trampeltiere) nahmen das Ganze gelassen. Bei Hosenruck (dem Heimatort eines Teilnehmers) begann der Aufstieg auf den höchsten Punkt des Thurgaus, den Nollen (735 m). Die Sonne schien, es war warm, die Aussicht auf die Berge grossartig, diejenige auf den Bodensee vernebelt: all das verlangte nach einer langen Mittagspause. Einem wieder sehr abwechslungsreichen Weg folgend erreichten wir Wil mit der schönen Altstadt. Nur an offenen Restaurants fehlte es dort, weshalb die im Kiosk gekauften Getränke im Zug geleert wurden. Wetter: an beiden Tagen morgens Hochnebel, ab 10.30 Uhr sonnig Am Samstag 16,6 km, 4.20 h, 440 hoch, 370 runter; am Sonntag 21,1 km, 5.30 h, 540 hoch, 475 runter Es war ein sehr schönes Wochenende mit einem ausgezeichneten Publikum­čśŐ 

Bergwanderung Golzern-Hüfihütte-Golzern

11-12.09.2021

Tourenleiterin: Kim  Twesten

Herrliche Wanderung durch das wunderschöne Maderanertal hoch zur Hüfihütte mit Blick auf den Gletscher. Zuerst gemütlich durch das Tal wo wir das Glück hatten den Alpabtrieb mitzuerleben. Die letzten Kilometer ging es dann von 1500hm steil hoch zur Hütte auf 2334hm. Bei Sonne und warmen Temperaturen genossen wir ein kühles Getränk auf der Terrasse mit Blick auf den Hüfifirn, runter ins Tal und Gross Ruchen. Gut erholt, da wir ein Zimmer für uns hatten, sind wir den steilen Weg wieder runter gewandert um auf der anderen Seite wieder zur Windgällenhütte hochzulaufen. Nach einer Stärkung ging es nochmals bergab bis zur Golzeren Luftseilbahn vorbei am Golzerensee.